Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

11. ZSM Nachwuchstagung 2019 - Forschen zwischen Anwendungs- und Grundlagenorientierung 28. - 29.11.2019

Gastausrichter: Prof. Dr. Olaf Dörner

Nicht selten forschen Wissenschaftler*innen in ihrer Qualifizierungsphase in Projektzusammenhängen, die mit dem Anspruch verbunden sind, Praxis nicht nur zu beobachten, sondern auch zu gestalten. Dies betrifft in besonderem Maße Kooperationen zwischen Forschung und Praxis, wie wir sie bei wissenschaftlichen Begleitforschungen und Evaluationen beobachten können oder auch bei drittmittelgeförderten Forschungsprojekten mit Gestaltungs- und Interventionsansprüchen, wie sie im Rahmen von BMBF-Förderprogrammen zustande kommen. So heißt es bspw. im „Rahmenprogramm Empirische Forschung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), dass sich empirische Forschung nicht auf die Erzeugung von Beschreibungs- und Erklärungswissen beschränke, sondern Handlungs- und Veränderungswissen erarbeite, das Erfahrungswissen von Praktiker*innen erweitern könne (vgl. BMBF 2018, 3). Solche ideellen und programmatischen Ansprüche sind insbesondere vor dem Horizont der Drittmittel- und Kooperationserwartungen von Hochschulen weitestgehend akzeptiert.

Die Herausforderung für sozial- und bildungswissenschaftliche Forschung im Umgang mit Ansprüchen besteht darin, ein je spezifisches Verhältnis zur professionellen Praxis zu gestalten, dass möglichst wenige Spannungen oder auch Enttäuschungen für beteiligte Akteur*innen produziert. Im Kern geht es um den Umgang mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Praxis (in gewisser Weise auch von Theorie und Praxis), das für sozial- und bildungswissenschaftliche Disziplinen und Forschung immer von Bedeutung bzw. konstitutiv ist, da sie es mit sozialen und damit sinnhaften Phänomenen zu tun haben. Jedoch stellt sich die Frage nach dem Primat von Wissenschaft angesichts von Gestaltungs- und Optimierungserwartungen der Praxis noch einmal anders, wenn sich Wissenschaft auf solche Erwartungen nicht nur einlässt, sondern auch werbend für sich in Anspruch nimmt, ihnen gerecht werden zu können.

Für Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen sind solche Konstellationen mitunter verbunden mit einer erhofften Stelle in der Wissenschaft, der Bearbeitung einer spannenden und interessanten Aufgabe und der Möglichkeit der Qualifizierung für Wissenschaft und Forschung. Es stellen sich jedoch auch Fragen, die bei der 11. ZSM-Nachwuchstagung 2019 an der Otto-von-Guericke-Universität fokussiert werden:

Die ZSM Nachwuchstagung versteht sich in der Tradition des Magdeburger Methodenworkshops als Fachtagung mit Forschungswerkstattcharakter. Studierende, Promovierende und Postdoktoranden/innen, die sich in ihren Forschungsprojekten mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Praxis beschäftigen, mit diesem Verhältnis konfrontiert sind oder aus ihren Projekten heraus zum Tagungsthema einen Beitrag leisten können, sind eingeladen ihr Thema zu präsentieren und mit den Tagungsteilnehmenden zu diskutieren.

Die Tagung findet vom 28. bis zum 29. November 2019 an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg statt. Im Tagungsbeitrag von 75 Euro sind die Verpflegung mit alkoholfreien Getränken, Kaffee, Tee, Gebäck und Snacks während des Tagungszeitraums sowie das gemeinsame Abendessen am Freitag enthalten.

Mit freundlicher Unterstützung der Hans-Böckler-Stifung.

Letzte Änderung: 10.10.2019 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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